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Battery Passport (Batterie Pass): Was Unternehmen wissen müssen und wie die Umsetzung gelingt

Warum der Battery Passport zum strategischen Wendepunkt wird: Die EU-Batterieverordnung (Regulation (EU) 2023/1542) definiert, wie Batterien in Europa produziert, genutzt und recycelt werden müssen. Mit dem EU Battery Passport wird ab Februar 2027 ein verpflichtendes, digitales Datenregister eingeführt, das den gesamten Lebenszyklus einer Batterie abbildet. Für Unternehmen aus Automotive, Energie, Maschinenbau, Chemie und Elektronik bedeutet das: Datenkompetenz wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Marktposition, Compliance und Wettbewerbsfähigkeit.

Das neue System schafft ein europaweit einheitliches Fundament für:

Experten

Tobias Hirsch

Partner

Andreas Nagel

Manager

Top Consultant
Zufriedene Kunden aus Mittelstand und Konzernen

Executive Summary – Battery Passport zusammengefasst

Für welche Batterien gilt der Battery Passport?

Verpflichtend ab 18. Februar 2027 für:

  • EV‑Batterien
  • Batterien für leichte Transportmittel (LMT)
  • Industrielle Batterien >2 kWh, inkl. stationärer Batteriespeicher

Nicht erfasst (Stand März 2026):

  • portable Batterien <2 kWh (z. B. Haushaltsgeräte)
  • Ersatzteile, wenn Kapazitätsgrenzen unterschritten werden

Global relevant:

  • Nicht-EU-Hersteller müssen alle Vorgaben erfüllen, sobald ihre Produkte in der EU verkauft werden.
CBAM Software Celonis

Schlüsselanforderungen – was der Battery Passport enthalten muss

Unternehmen müssen ein breites Spektrum an Informationen bereitstellen. Die Verordnung verlangt über 100 normierte Datenattribute, die dynamisch aktualisiert werden, zum Beispiel: 

Nachhaltigkeit & Umwelt

  • CO₂‑Fußabdruck (verpflichtend ab 2025)
  • Performance-Klassen & spätere CO₂‑Grenzwerte
  • Recyclinganteile für Kobalt, Lithium, Nickel
  • Materialherkunft & ESG-Risiken

Leistung & Sicherheit

  • State of Health, Kapazität, Degradation
  • Ladezyklen, Temperaturprofile
  • Sicherheitsanweisungen & Gefahrstoffdaten

Traceability & Due Diligence

  • Rohstoffherkunft
  • Lieferkettenrisiken
  • Zertifizierungen & Auditpfade
  • Compliance mit CRMA & CSDDD

End-of-Life

  • Recyclingquoten
  • Demontagehinweise
  • Zweitnutzungsdaten

Auswirkungen auf Unternehmen durch den Batteriepass

Der Batteriepass bringt Unternehmen dazu, ihre Daten-, Produktions- und Lieferkettenprozesse zu modernisieren. Er macht Nachhaltigkeit messbar – und verwandelt Daten in ein strategisches Asset.

Auswirkungen im Überblick:

Ihre Experten für den Battery Passport

Tobias Hirsch

Partner

ventum tobias hirsch
Andreas Nagel

Manager

Chancen & Risiken des Battery Passport für Unternehmen auf einen Blick

  • hoher Implementierungsaufwand
  • komplexe Lieferantenintegration
  • Bereitschaft zur Datenoffenlegung notwendig
  • Kosten für Audits, CO₂‑Berechnung & Standards
  • Interoperabilität muss sichergestellt werden
  • neue Services wie Second Life, Leasing, Battery-as-a-Service
  • bessere CO₂‑Performance & ESG‑Ratings
  • Material- und Energieeffizienz durch Transparenz
  • stärkere Lieferkettenresilienz
  • Wettbewerbsvorteile für Unternehmen mit sauberer Datenstrategie
  • Vorbereitung auf globale Nachhaltigkeitsstandards

Unsere Lösung – Warum ein End-to-End-Datenmodell der Schlüssel zum Batteriepass ist

Der Battery Passport ist im Kern ein Datenprojekt: Er verlangt über 100 Attribute, dynamische Lebenszyklus-Updates sowie konsistente ESG-, CO₂‑, Herkunfts- und Traceability-Daten über Lieferanten, Werke, Logistik, OEMs und Recycler hinweg. Ohne ein einheitliches Datenmodell führt das schnell zu Fragmentierung, widersprüchlichen Anforderungen, doppelter Pflege und verzögerter Compliance.

Genau hier setzt unsere Lösung an: Wir entwickeln mit Ihnen ein harmonisiertes End-to-End-Datenmodell, das alle relevanten Objekte, Prozesse, Systeme und Stakeholder integriert. Es bildet die fachliche und technische Grundlage für eine stabile, skalierbare und konsistente Umsetzung aller Battery-Passport-Initiativen – und reduziert das Risiko der Bereitstellung inkonsistenter, unvollständiger Daten.

  • reduzierte Komplexität durch Generalisierung bei optimaler Abbildung der Fachlichkeit
  • gemeinsame Sprache über alle Bereiche (semantische Harmonisierung)
  • einheitliche Attributlisten & Datenlogik
  • interoperable Architektur für Werke, Logistik & Lieferanten
  • klare Verantwortlichkeiten & Governance
  • automatisierte, manipulationssichere Datenversorgung
  • Reporting, CO₂‑Berechnung & Rückverfolgung

Mit unserem End-to-End-Datenmodell erhalten Sie:

  • vollständige Transparenz über alle relevanten Battery-Pass-Datenobjekte
  • konsistente Definitionen & klare Verantwortlichkeiten
  • eine zukunftssichere, interoperable Datenbasis, die alle regulatorischen Anforderungen unterstützt
  • reduzierte Projekt- und Integrationskomplexität
  • früh sichtbar gemachte Risiken, Abhängigkeiten und Implementierungsfallen
  • eine robuste Grundlage für Reporting, CO₂‑Bilanzierung, Supply-Chain-Traceability und End-of-Life-Dokumentation
  • Data & Process Assessment
    Analyse bestehender Datenflüsse, Lücken, Verantwortlichkeiten und Systemarchitektur.
  • Lieferanten‑ & Datenflussintegration
    Aufbau interoperabler Datenketten über Werke, Zulieferer und externe Partner.
  • Semantische Modellierung & Attributharmonisierung
    Schaffung einer durchgängigen, widerspruchsfreien Datenbasis über alle Stakeholder hinweg.
  • EU Registry Enablement & technische Integration
    Vorbereitung auf QR-Code-Logik, API-Anbindungen und sichere Datenbereitstellung.
  • Pilotierung & Skalierung
    Vom Proof of Concept über Werkspiloten bis zum globalen Rollout.

Fazit Battery-Passport-Umsetzung – als Chance zur strategischen Differenzierung

Unternehmen durchlaufen verschiedene Phasen auf dem Weg von der ersten Idee bis zur skalierbaren Wertschöpfung. Jede Phase bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich und ist stark von den spezifischen Anforderungen des Geschäftsmodells geprägt. Gemeinsam identifizieren wir entscheidende Hebel für einen messbaren ROI und entwickeln konkrete Maßnahmen zur Zielverwirklichung.

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    Häufig gestellte Fragen zum EU Battery Passport

    Der EU Battery Passport ist ein digitales Register (Digital Battery Passport, DBP), das über einen QR‑Code auf der Batterie zugänglich ist und den gesamten Lebenszyklus einer Batterie dokumentiert – von der Rohstoffgewinnung über Produktion, Nutzung bis hin zu Recycling und Zweitnutzung. Er fördert Transparenz, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft im Rahmen des European Green Deals und der EU-Batterieverordnung. Ziel ist es, Abhängigkeiten von kritischen Rohstoffen zu reduzieren, ESG-Standards zu verbessern und datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen, z. B. für Reparaturen oder Recycling. Für Konsument*innen bedeutet es, von detaillierten Informationen über Rohstoffherkunft und CO₂‑Bilanz zu profitieren und sie in ihre Kaufentscheidungen mit einzubeziehen.

    Der Passport wird ab dem 18. Februar 2027 verpflichtend für Elektrofahrzeug-Batterien (EV), Batterien für leichte Transportmittel (LMT, z. B. E‑Bikes) und industrielle Batterien mit einer Kapazität über 2 kWh.

    Er gilt für EV-Batterien, LMT-Batterien und industrielle Batterien über 2 kWh, einschließlich stationärer Batteriespeichersysteme (SBESS). Portable Batterien (z. B. in Haushaltsgeräten) sind ausgenommen, es sei denn, sie überschreiten die Kapazitätsgrenze. Die Verordnung betrifft alle Batterien, die auf dem EU‑Markt platziert werden, unabhängig vom Herkunftsland.

    Der „wirtschaftliche Betreiber“ (Economic Operator), der die Batterie auf dem EU‑Markt platziert – typischerweise der Hersteller, Importeur oder Vertreiber – ist verantwortlich für die Erstellung, Pflege und Aktualisierung des Passports. Lieferanten müssen Daten liefern, Recycler und Behörden haben Zugriffsrechte.

    Der Passport umfasst über 100 Datenattribute in drei Zugangsebenen (öffentlich, beschränkt, vertraulich): Umwelt- und Nachhaltigkeitsdaten (z. B. CO₂‑Fußabdruck, recycelte Inhalte), Leistungs- und Sicherheitsdaten (z. B. Kapazität, Lebensdauer), Traceability und Due Diligence (z. B. Rohstoffherkunft, Risiken) sowie End-of-Life-Informationen (z. B. Recyclinganleitungen). Daten müssen dynamisch aktualisiert und von Dritten verifiziert werden.

    Der Zugriff ist gestuft: öffentlich für Verbraucher (grundlegende Infos), beschränkt für Behörden, Recycler und autorisierte Stakeholder (z. B. detaillierte Recyclingdaten) und vertraulich für Hersteller (z. B. proprietäre Formeln).

    Er schafft Wettbewerbsvorteile durch verbesserte Supply-Chain-Resilienz, ESG‑Performance und neue Modelle wie Battery-as-a-Service. Er reduziert Risiken (z. B. geopolitische Abhängigkeiten), fördert Innovationen (z. B. AI‑basierte Lebenszyklusanalysen) und steigert Markenvertrauen durch Transparenz. Langfristig unterstützt er die Kreislaufwirtschaft und Net‑Zero‑Ziele.

    Nichteinhaltung kann zu Marktzugangsverboten, Bußgeldern (bis zu Millionenhöhe je nach nationalem Recht) und Rufschäden führen. Behörden können Produkte zurückrufen; für OEMs bedeutet das Lieferkettenstörungen, ggf. Umsatzausfälle. Frühe Vorbereitung minimiert Risiken.

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