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Was sind Large Language Models? Funktionsweise, Training und Einsatzmöglichkeiten großer Sprachmodelle

Large Language Models gehören zu den wirkungsmächtigsten Technologien unserer Zeit. Sie schreiben Texte, beantworten komplexe Fragen, generieren Code, fassen Dokumente zusammen und führen Gespräche, die sich kaum noch von menschlicher Kommunikation unterscheiden lassen. Hinter Anwendungen wie ChatGPT, Claude, Gemini oder Llama stehen genau diese Modelle: riesige neuronale Netze, die auf Milliarden von Textdaten trainiert wurden und die statistische Struktur menschlicher Sprache gelernt haben.

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Executive Summary – Large Language Models auf einen Blick

Was sind Large Language Models?

Ein Large Language Model (LLM) ist ein AI-System, das mit Techniken des maschinellen Lernens trainiert wurde, um menschliche Sprache zu verstehen und zu generieren. Der Name setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:

Large (groß): Diese Modelle bestehen aus Milliarden bis hunderten Milliarden von Parametern, also mathematischen Gewichten, die während des Trainings optimiert werden. Je mehr Parameter ein Modell hat, desto komplexere Muster kann es grundsätzlich erfassen.

Language (Sprache): LLMs sind auf die Verarbeitung und Erzeugung von Text spezialisiert. Sie können Texte analysieren, zusammenfassen, übersetzen, klassifizieren und neue Texte generieren.

Model (Modell): Es handelt sich um ein mathematisches System, das auf Basis statistischer Zusammenhänge Vorhersagen trifft. Ein LLM berechnet, welches Wort oder welcher Satzteil als nächstes folgen sollte, basierend auf den Mustern, die es aus seinen Trainingsdaten gelernt hat.

Wie funktionieren LLMs?

Die Funktionsweise von Large Language Models lässt sich in drei Ebenen gliedern: die technologischen Grundlagen, die konkrete Architektur und der Trainingsprozess.

Large Language Models basieren auf neuronalen Netzen, einer KI-Architektur, die sich an der Funktionsweise des menschlichen Gehirns orientiert. Im Gehirn kommunizieren vernetzte Neuronen über elektrische Impulse und chemische Signale. In neuronalen Netzen übernehmen Software-Knoten diese Rolle und kommunizieren über mathematische Berechnungen.

Die spezielle Architektur, die moderne LLMs nutzen, heißt Transformer. Transformer wurden 2017 in dem wegweisenden Paper „Attention Is All You Need“ vorgestellt und haben die Sprachverarbeitung durch KI revolutioniert. Ihre zentrale Innovation ist der Attention-Mechanismus, auch Selbstbeobachtung genannt: ein Verfahren, das es dem Modell ermöglicht, die Bedeutung verschiedener Wörter in einem Satz zueinander ins Verhältnis zu setzen und so kontextuelle Zusammenhänge über lange Textstrecken hinweg zu erfassen.

Ein konkretes Beispiel: Im Satz „John spielte den Ball. Er war schnell.“ erkennt der Attention-Mechanismus, dass „Er“ sich auf „John“ bezieht und nicht auf „Ball“, weil er die Beziehungen zwischen allen Tokens in der Sequenz gleichzeitig bewertet.

Transformer ermöglichen zudem eine Parallelisierung der Berechnungen, was das Training auf riesigen Datenmengen überhaupt erst praktikabel macht. Frühere Architekturen wie Recurrent Neural Networks (RNNs) verarbeiteten Texte sequenziell, Wort für Wort. Transformer können alle Tokens einer Sequenz gleichzeitig verarbeiten, was das Training um ein Vielfaches beschleunigt.

Die Verarbeitung eines Textes durch ein Large Language Model folgt einem klar definierten Ablauf in vier Schritten:

Schritt 1: Tokenisierung. Der eingegebene Text wird in kleinere Einheiten zerlegt, sogenannte Tokens. Ein Token kann ein ganzes Wort, ein Wortteil oder sogar ein einzelnes Zeichen sein. Aktuelle LLMs nutzen überwiegend Teilwort-Verfahren wie Byte-Pair Encoding, die einen Mittelweg zwischen Vokabulargröße und semantischem Informationsgehalt bieten. Aus dem Satz „Die Sonne geht auf“ werden beispielsweise die Token-IDs.

Schritt 2: Embedding. Jedes Token wird in einen mathematischen Vektor überführt, eine Zahlenfolge, die die Bedeutung des Tokens im Raum repräsentiert. Semantisch ähnliche Wörter wie „Sonne“ und „Mond“ liegen im Vektorraum näher beieinander als „Sonne“ und „Schuhe“. Zusätzlich werden Positionskodierungen hinzugefügt, die dem Modell Informationen über die Stellung jedes Tokens in der Sequenz geben.

Schritt 3: Vorhersage des nächsten Tokens. Dies ist der Kern des LLM. Die Einbettungen durchlaufen die Transformer-Schichten, in denen der Attention-Mechanismus die Zusammenhänge zwischen allen Tokens bewertet. Jede Einbettung wird dabei in drei Vektoren projiziert: einen Abfrage-Vektor (was das Token „sucht“), einen Schlüssel-Vektor (welche Information das Token enthält) und einen Wert-Vektor (welche Information zurückgegeben wird). Aus den Ähnlichkeiten zwischen Abfragen und Schlüsseln werden Aufmerksamkeitsgewichte berechnet, die bestimmen, wie stark verschiedene Tokens die Vorhersage beeinflussen. Am Ende berechnet das Modell Wahrscheinlichkeiten für alle möglichen nächsten Tokens.

Schritt 4: Dekodierung. Eine Dekodierungsstrategie bestimmt, welches Token aus den berechneten Wahrscheinlichkeiten tatsächlich ausgegeben wird. Die einfachste Variante (Greedy Search) wählt immer das wahrscheinlichste Token. Komplexere Verfahren wie Top-K Sampling wählen aus den k wahrscheinlichsten Tokens, Beam Search bewertet ganze Token-Sequenzen, und Contrastive Search wägt die Wahrscheinlichkeit gegen die Ähnlichkeit mit dem bisherigen Kontext ab.

Dieser Prozess wird Token für Token wiederholt, bis die vollständige Ausgabe generiert ist. Das Modell „kennt“ die endgültige Antwort nicht im Voraus. Es gibt in jedem Schritt seine statistisch beste Vorhersage ab.

Das Training eines Large Language Models ist ein mehrstufiger Prozess, der erhebliche Ressourcen, Datenmengen und Expertise erfordert.

Stufe 1: Selbstüberwachtes Vortraining (Self-Supervised Learning)

In der ersten Phase wird das Modell mit riesigen Mengen an Rohdaten gefüttert: Webseiten, Bücher, wissenschaftliche Artikel, Forenbeiträge, Programmiercode und Millionen von Gesprächen. Das Modell „liest“ diese Texte nicht zur Wissensspeicherung, sondern zur Mustererkennung. Es lernt, fehlende Teile vorherzusagen, und entwickelt dadurch ein statistisches Verständnis von Sprachstruktur, Grammatik und Zusammenhängen.

Diese Phase ist extrem rechenintensiv. Sie erfordert tausende GPUs, Wochen bis Monate Rechenzeit und entsprechend hohe Energiekosten.

Stufe 2: Überwachte Feinabstimmung (Supervised Fine-Tuning)

In der zweiten Phase wird das vortrainierte Modell mit einem kleineren, gelabelten Datensatz weitertrainiert. Das Modell lernt, auf spezifische Anweisungen zu reagieren und mit Nutzern zu interagieren. Während das Vortraining dem Modell ein breites Sprachverständnis vermittelt, macht die Feinabstimmung es für konkrete Aufgaben wie Frage-Antwort, Zusammenfassung oder Konversation nutzbar .

Feinabstimmung kann auch domänenspezifisch erfolgen: Ein auf allgemeinem Wissen trainiertes Modell kann anhand medizinischer, juristischer oder technischer Texte so angepasst werden, dass es Fachsprache versteht und branchenspezifische Antworten liefert.

Stufe 3: Reinforcement Learning aus menschlichem Feedback (RLHF)

In der dritten Phase bewerten menschliche Annotatoren die Ausgaben des Modells und unterscheiden zwischen guten und schlechten Antworten. Aus diesem Feedback wird ein Belohnungsmodell trainiert, das erwünschte Verhaltensweisen fördert und unerwünschte Ergebnisse unterdrückt. RLHF ist besonders wichtig, um schädliche, beleidigende oder irreführende Ausgaben zu reduzieren und die Qualität der Antworten zu steigern.

Diese Phase umfasst auch das sogenannte Alignment: den Prozess, LLM-Ausgaben nützlich und sicher zu machen und mit menschlichen Werten in Einklang zu bringen.

Anwendungsbereiche und praktische Einsatzmöglichkeiten von LLMs

Large Language Models haben ihre Vielseitigkeit in einer breiten Palette von Anwendungsfällen unter Beweis gestellt.

LLMs generieren E-Mails, Blogbeiträge, Produktbeschreibungen, Marketingtexte und rechtliche Memos auf Basis kurzer Anweisungen. Sie sind leistungsstarke Ideenlieferanten und Entwurfsassistenten.

Lange Dokumente, Forschungsberichte, Kundenhistorien und Unternehmensdokumentation können auf die gewünschte Länge und den gewünschten Stil komprimiert werden.

LLMs unterstützen Entwickler beim Erstellen, Debuggen und Optimieren von Code in verschiedenen Programmiersprachen. Tools wie GitHub Copilot basieren auf dieser Fähigkeit.

LLMs bieten fließende Übersetzungen und ermöglichen Unternehmen eine breitere Abdeckung in verschiedenen Sprachen und Märkten.

In Kombination mit Retrieval-Augmented Generation (RAG) können LLMs auf unternehmensinterne Wissensbasen zugreifen und kontextbezogene Antworten auf Fachfragen liefern, ohne dass ein erneutes Training erforderlich ist.

LLMs bilden die Grundlage moderner Chatbots, die Kundenanfragen verstehen, im Kontext beantworten und rund um die Uhr verfügbar sind.

Der Tonfall von Kundenfeedback kann im großen Maßstab analysiert werden, um Trends, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Neuere LLMs können mathematische Probleme lösen, mehrstufige Prozesse planen und komplexe Konzepte in einfacheren Worten erklären. Sogenannte Reasoning-Modelle zerlegen komplexe Probleme in einzelne Denkschritte, bevor sie eine Antwort generieren.

Was sind die Vorteile von Large Language Models?

Large Language Models bieten Unternehmen und Organisationen erhebliche Vorteile, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt werden.

LLMs können sprachbezogene Aufgaben wie Kundenbetreuung, Datenanalyse und Inhaltserstellung ergänzen oder vollständig übernehmen. Dadurch können operative Kosten gesenkt und Personalressourcen für strategisch wichtigere Aufgaben freigesetzt werden.

LLMs sind das erste KI-System, das mit unstrukturierter menschlicher Sprache in großem Maßstab umgehen kann und so eine natürliche Kommunikation mit Maschinen ermöglicht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen erfassen sie tiefere Kontexte, Nuancen und Argumentationsstrukturen.

LLMs können große Mengen an Textdaten in kürzester Zeit scannen und so Markttrends, Kundenfeedback und Forschungsergebnisse auswerten, die als Basis für Geschäftsentscheidungen dienen.

Unternehmen können hochgradig personalisierte Inhalte liefern, das Engagement steigern und das Benutzererlebnis verbessern, etwa durch individualisierte Beratung, maßgeschneiderte Marketingbotschaften oder mehrsprachigen Support.

LLMs ermöglichen es auch Nutzern ohne Programmierkenntnisse, komplexe Aufgaben zu bewältigen: von der Datenanalyse über die Code-Erstellung bis hin zur Automatisierung von Workflows. Die Einstiegshürde für den produktiven Einsatz von KI sinkt erheblich.

Einmal trainiert, kann ein LLM durch Feinabstimmung, Prompt Engineering oder RAG an eine Vielzahl spezifischer Anwendungsfälle angepasst werden, ohne von Grund auf neu trainiert werden zu müssen.

Ihr Experte für Large Langugae Models (LLMs)

Hajo Börste

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Was sind die Herausforderungen und Grenzen von LLMs?

So leistungsfähig Large Language Models sind, so wichtig ist ein realistisches Verständnis ihrer Grenzen.

LLMs generieren gelegentlich Informationen, die faktisch korrekt klingen, aber vollständig erfunden sind. Sie kennen den Unterschied zwischen „häufig in den Trainingsdaten vorkommend“ und „tatsächlich wahr“ nicht. In geschäftskritischen Kontexten wie Finanzberichten, juristischen Dokumenten oder medizinischen Empfehlungen können solche Halluzinationen schwerwiegende Konsequenzen haben.

Art der Halluzination

Beschreibung

Beispiel

Faktische Halluzination

Erfundene, falsche Fakten

„Wikipedia wurde 1995 gegründet“ (tatsächlich 2001)

Semantische Halluzination

Logisch widersprüchlicher Text

„Das Produkt ist kostenlos und kostet 99 Euro“

Attributions-Halluzination

Falsche Quellenangaben

„Zitat von Einstein“ (nie von ihm gesagt)

Gegenmaßnahmen umfassen den Einsatz von RAG-Systemen, automatisiertes Fact-Checking, menschliche Kontrolle vor Veröffentlichung und lückenlose Audit-Trails.

Da LLMs auf historischen Daten trainiert werden, können ihre Ergebnisse gesellschaftliche Vorurteile widerspiegeln und verstärken. Dies birgt das Risiko diskriminierender Algorithmen und verzerrter Ausgaben, die den Ruf eines Unternehmens schädigen können.

Das Wissen eines LLM endet grundsätzlich mit dem Zeitpunkt seiner Trainingsdaten. Ohne Anbindung an externe Datenquellen können LLMs keine aktuellen Informationen liefern. RAG und ähnliche Verfahren lösen dieses Problem teilweise, indem sie dem Modell Zugriff auf aktuelle Wissensbasen ermöglichen.

Es ist schwierig nachzuvollziehen, wie ein LLM zu seinen Ergebnissen kommt. Die Modelle funktionieren als „Black Box“: Sie produzieren Ausgaben, deren Zustandekommen sich nicht ohne Weiteres nachvollziehen oder korrigieren lässt. Für regulierte Branchen, in denen Nachvollziehbarkeit und Auditierbarkeit gefordert sind, stellt dies eine erhebliche Herausforderung dar.

Das Training und der Betrieb von Large Language Models erfordern erhebliche Rechenressourcen, spezialisierte Hardware (GPUs), große Speicherkapazitäten und entsprechend hohe Energiemengen. Dies wirft sowohl Kosten- als auch Nachhaltigkeitsfragen auf.

LLMs erfordern den Zugang zu umfangreichen Informationen. Wenn Unternehmensdaten oder Kundendaten in den Trainingsprozess oder in Prompts einfließen, entstehen Risiken hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit, insbesondere wenn proprietäre Modelle von Drittanbietern genutzt werden. Für Unternehmen in der EU ist der Speicherort der Daten kritisch: Proprietäre US-Modelle verarbeiten Daten häufig auf Servern außerhalb Europas, was unter der DSGVO problematisch sein kann.

LLMs sind exzellent in Mustererkennung, aber nicht in der Lage, eigenständig zu denken, Bewusstsein zu entwickeln oder moralische Urteile zu fällen. Sie simulieren intelligente Sprache auf Basis statistischer Wahrscheinlichkeiten. Für kritische Entscheidungen, ethische Bewertungen und strategische Richtungsentscheidungen bleibt menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar.

Large Language Models im eigenen Unternehmen einsetzen: KI-Beratung von Ventum Consulting

Das Verständnis von Large Language Models ist der erste Schritt. Der entscheidende zweite Schritt ist die Frage, wo und wie LLMs im eigenen Unternehmen echten Wert schaffen. Genau hier setzt Ventum Consulting an.

Ventum Consulting begleitet Unternehmen von der strategischen Einordnung über die Identifikation wirtschaftlich relevanter KI-Use-Cases bis zur produktiven Implementierung und Skalierung. Ob Wissensmanagement, Prozessautomatisierung, datenbasierte Entscheidungsunterstützung oder KI-gestützte Kundeninteraktion: Jede Lösung wird individuell auf Ihre Geschäftsanforderungen, Ihre Datenlandschaft und Ihre regulatorischen Rahmenbedingungen zugeschnitten.

Warum Ventum Consulting:

Fazit: Die Bedeutung von Large Language Models für Unternehmen und Gesellschaft

Large Language Models sind eine der transformativsten Technologien der vergangenen Jahrzehnte. Sie ermöglichen eine natürliche Interaktion zwischen Mensch und Maschine, automatisieren komplexe sprachbezogene Aufgaben und schaffen neue Möglichkeiten für Produktivität, Innovation und Wissensarbeit.

Gleichzeitig erfordern sie ein realistisches Verständnis ihrer Funktionsweise und Grenzen. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • LLMs berechnen Sprache, sie verstehen sie nicht. Diese Unterscheidung ist fundamental für den verantwortungsvollen Einsatz in Unternehmen.
  • Die Qualität der Ergebnisse hängt von Training, Daten und Kontext ab. Halluzinationen, Verzerrungen und fehlende Aktualität sind keine Fehler einzelner Modelle, sondern systemische Eigenschaften der Technologie.
  • Menschliche Kontrolle bleibt unverzichtbar. LLMs sind leistungsstarke Werkzeuge, aber sie ersetzen weder kritisches Denken noch ethische Urteilsfähigkeit noch fachliche Expertise.
  • Governance ist Voraussetzung für den produktiven Einsatz. Unternehmen, die LLMs einsetzen, brauchen klare Richtlinien für Datenqualität, Halluzinationsmanagement, Datenschutz und Verantwortlichkeiten.
  • Die Zukunft liegt in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Nicht „Mensch gegen KI“, sondern „Mensch mit KI“ ist das Modell, das nachhaltigen Wert schafft.

Wer die Funktionsweise von Large Language Models versteht, kann ihre Stärken gezielt einsetzen, ihre Schwächen kompensieren und die Technologie als strategischen Vorteil für die eigene Organisation nutzen.

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    Featured Insights

    FAQ – Häufige Fragen zu Large Language Models

    Ein Chatbot ist eine Anwendung, etwa ein Support-Widget auf einer Website. Ein Large Language Model ist das KI-Modell dahinter, das die Sprachverarbeitung und Textgenerierung ermöglicht. Alle modernen Chatbots nutzen LLMs, aber nicht alle LLMs werden als Chatbots eingesetzt.

    LLMs lügen nicht bewusst. Sie können aber Informationen generieren, die falsch sind, sogenannte Halluzinationen. Das Modell unterscheidet nicht zwischen wahr und wahrscheinlich. Deshalb ist menschliche Prüfung vor der Verwendung von LLM-Ausgaben in kritischen Kontexten unverzichtbar.

    Tokens sind die kleinsten Verarbeitungseinheiten eines LLM. Ein Token kann ein ganzes Wort, ein Wortteil oder ein einzelnes Zeichen sein. Die Tokenisierung wandelt Text in maschinenlesbare Zahlenfolgen um, die das Modell verarbeiten kann.

    Aktuelle Large Language Models haben zwischen wenigen Milliarden und mehreren hundert Milliarden Parametern. GPT-3 beispielsweise verfügt über 175 Milliarden Parameter. Größere Modelle können komplexere Muster erfassen, erfordern aber auch mehr Rechenressourcen.

    Grundsätzlich ja, aber das Training eines LLM von Grund auf ist extrem ressourcenintensiv und erfordert spezialisiertes Personal, umfangreiche Daten und leistungsstarke Hardware. Für die meisten Unternehmen ist die Feinabstimmung bestehender Open-Source-Modelle oder die Nutzung proprietärer Modelle über APIs der effizientere Weg.

    Retrieval-Augmented Generation (RAG) verbindet ein LLM mit externen, verifizierten Datenquellen. Das Modell ruft relevante Informationen aus einer Wissensdatenbank ab und nutzt sie zur Generierung seiner Antwort. Dadurch werden Halluzinationen reduziert und die Aktualität und Genauigkeit der Ergebnisse verbessert.

    Die Sicherheit hängt vom Einsatzmodell ab. Proprietäre Cloud-Modelle können Daten außerhalb der eigenen Infrastruktur verarbeiten. Open-Source-Modelle auf eigenen Servern bieten maximale Datenkontrolle und DSGVO-Konformität. Die richtige Wahl hängt von den Anforderungen an Datenschutz, Compliance und Performance ab.

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