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KI-Compliance erfolgreich meistern

Sicherheit schaffen, Innovation ermöglichen. Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet Unternehmen enorme Chancen – von effizienteren Prozessen bis hin zu völlig neuen Geschäftsmodellen. Gleichzeitig wächst der Druck, diese Technologien rechtssicher und verantwortungsvoll einzusetzen – dabei spielen besonders die Themen DSGVO, EU AI Act oder das Urheberrecht eine große Rolle. Für viele Unternehmen entsteht die Herausforderung, Innovation voranzutreiben und gleichzeitig Haftungsrisiken, Bußgelder oder Vertrauensverluste zu vermeiden. Genau hier setzt eine fundierte KI-Beratung im Bereich Compliance an: Sie schafft Klarheit, Sicherheit und den Freiraum, KI erfolgreich einzusetzen.

Top Consultant

Autor

Michael Schobel-Thoma

Manager

Zufriedene Kunden aus Mittelstand und Konzernen

Ziel von KI-Compliance in Unternehmen

KI-Compliance verfolgt zwei Dimensionen: Zum einen unterstützt sie Unternehmen bei der Steuerung und Absicherung ihrer KI-Projekte. Zum anderen trägt sie zu übergreifenden gesellschaftlichen und regulatorischen Zielen bei.

Direkte Ziele für Unternehmen zur Umsetzung von KI-Compliance

Im ersten Schritt geht es darum, mögliche Gefahrenquellen im Umgang mit KI zu erkennen. Dazu gehören etwa Datenschutzverletzungen, diskriminierende Ergebnisse, intransparente Entscheidungsprozesse oder Abhängigkeiten von Drittanbietern . Darüber hinaus besteht das Risiko von fehlerhaften Resultaten infolge von Halluzinationen, bei denen KI-Modelle synthetische oder sachlich unzutreffende Informationen generieren.

Anschließend wird eingeschätzt, wie gravierend diese Risiken sind und ob die Einhaltung der Rechtsvorschriften gewährleistet wird. Kriterien sind unter anderem Eintrittswahrscheinlichkeit, mögliche rechtliche Konsequenzen, Auswirkungen auf Kunden, Mitarbeitenden oder Partner sowie finanzielle Folgen.

Auf Basis der Bewertung werden konkrete Handlungsstrategien entwickelt – zum Beispiel strengere Datenkontrollen, Anpassungen der Algorithmen, zusätzliche Dokumentation oder Schulungen für Mitarbeiter.

Da KI-Systeme dynamisch sind, müssen sie kontinuierlich überwacht werden. Regelmäßige Prüfungen und Audits stellen sicher, dass die Systeme im Einklang mit rechtlichen Vorgaben und internen Standards bleiben.

KI-Compliance ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Erfahrungen aus dem Monitoring fließen in die Optimierung ein, sodass Maßnahmen an neue rechtliche Vorgaben, technologische Entwicklungen und Unternehmensziele angepasst werden können.

Übergreifende Ziele von KI-Compliance

  • Schutz personenbezogener Daten
  • Transparenz bei KI-Entscheidungen
  • Wahrung von Rechten wie Privatsphäre, Nicht-Diskriminierung, Meinungsfreiheit
  • Vermeidung algorithmischer Vorurteile (Bias)
  • Sicherstellung, dass KI alle Bevölkerungsgruppen gleich behandelt
  • Förderung von Chancengleichheit
  • Klare Regeln für Anbieter, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen
  • Schutz vor monopolistischen Strukturen durch verantwortungslose KI-Nutzung
  • Förderung von Innovation innerhalb eines sicheren Rahmens
  • Minimierung von Risiken durch fehlerhafte KI-Entscheidungen (z. B. im Gesundheitswesen oder Verkehr)
  • Klärung der Verantwortlichkeiten bei Schäden
  • Aufbau von Standards für robuste, nachvollziehbare Systeme
  • Stärkung des Vertrauens von Nutzern, Partnern und Öffentlichkeit in KI-Anwendungen
  • Förderung gesellschaftlicher Akzeptanz durch transparente Prozesse
  • Unterstützung von Unternehmen dabei, KI verantwortungsvoll einzuführen

Unternehmenskultur und Change Management als Schlüssel zum Erfolg

DSGVO & TDDDG – Datenschutz & personenbezogene Daten

Beim Einsatz von KI sind alle bisher existierenden Datenschutzgesetze einzuhalten – darunter insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG). Voraussetzung hierfür ist, dass der Einsatz unter den Anwendungsbereich dieser Gesetze fällt – also personenbezogene Daten verarbeitet werden.
Besonders kritisch ist der Einsatz externer KI-Systeme: Werden Informationen in solche Modelle eingegeben, verlassen die Daten in der Regel das Unternehmen und werden auf Servern der Anbieter verarbeitet. Für Nutzer ist dabei oft nicht nachvollziehbar, ob die Vorgaben der DSGVO eingehalten werden – ein erhebliches Risiko für Unternehmen wie auch für Betroffene.

  • Immer dann relevant, wenn KI personenbezogene Daten verarbeitet.
  • Datenschutzgrundsätze wie Rechtmäßigkeit, Transparenz und Datenminimierung gelten.
  • Rechtsgrundlagen für Datenverarbeitung müssen erfüllt sein
  • Informationspflichten
  • Dokumentation im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten.
  • Verträge über Auftragsverarbeitung
  • Pflicht zur Datenschutz-Folgeabschätzung (DSFA) bei KI-Anwendungen
  • Datentransfer in Drittländer (z. B. LLMs mit Servern in den USA).
  • Eingabe fremder personenbezogener Daten in Chatbots.
  • Transparenzpflichten oft schwer erfüllbar.
  • Sorgfältige Prüfung der genutzten KI nach Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Dokumentation und Garantien, dass Drittanbieter die Einhaltung der DSGVO gewährleisten.
  • Schulung von Mitarbeitenden (nach EU AI Act ebenfalls verpflichtend)
  • Unternehmensinterne Regelungen ermöglichen, um den Abfluss von personenbezogenen Daten zu verhindern .

Urheberrecht & geistiges Eigentum

Generative KI-Systeme (Texte, Bilder, Musik, Videos) greifen auf große Mengen bestehender Inhalte zurück. Sie können nicht zwischen geschützten und freien Werken unterscheiden, wodurch rechtliche Unsicherheiten entstehen. Unternehmen, die solche Systeme nutzen, können unbeabsichtigt Urheberrechte verletzen – sei es durch Trainingsdaten oder durch den erzeugten Output.
  • Ob ein KI-Output urheberrechtlich geschützt ist oder fremde Rechte verletzt, ist immer eine Einzelfallentscheidung.
  • Viele Prinzipien des Urheberrechts lassen sich auf KI übertragen, sie lösen aber nicht das gesellschaftspolitische Problem
  • Urheberrecht schützt ausschließlich menschliche Schöpfungen – rein KI-generierte Werke sind nicht geschützt.
  • Werden fremde geschützte Werke reproduziert, übersetzt oder in wesentlichen Elementen nachgebildet, können Rechte Dritter verletzt werden.
  • Prompt-Texte können als eigene Werke geschützt sein, wenn sie die Anforderungen einer persönlichen geistigen Schöpfung erfüllen.
  • KI-Werke können nur dann urheberrechtlich geschützt sein, wenn sie von Menschen bearbeitet und kreativ weiterentwickelt wurden.
  • KI kann bekannte Figuren, Stile oder Szenen imitieren (z. B. „Bild im Stil von Künstler XY“). Hier besteht das Risiko zur Verletzung fremder Rechte.
  • Unklarheit und keine Transparenz, wem KI-generierte oder weiterverarbeitete KI-Werke zuzurechnen sind.
  • Gefahr der Rufschädigung, wenn ihr Werk oder Stil ohne Zustimmung der Künstler imitiert wird.
  • Generative KI nicht für Inhalte einsetzen, die erkennbar auf fremde Werke zurückgreifen.
  • KI-Outputs stets prüfen und ggf. nachbearbeiten, bevor sie veröffentlicht oder kommerziell genutzt werden.
  • Klar kennzeichnen, wenn Inhalte (teilweise) KI-generiert sind, um Transparenz zu schaffen.
  • Prompts und Workflows dokumentieren, um die kreative Eigenleistung nachweisen zu können.
  • Klärung der Rechte bei Verwendung von KI-generierten Inhalten.

EU AI Act – Neue Compliance-Vorschriften seit 2025

Der EU AI Act ist die erste umfassende Regulierung der Europäischen Union speziell für Künstliche Intelligenz. Er verfolgt das Ziel, Verbraucher zu schützen, Innovation zu fördern und gleichzeitig den europäischen Binnenmarkt zu stärken. Die Verordnung sieht einen stufenweisen Zeitplan vor: Erste Bestimmungen gelten bereits seit dem 2. Februar 2025, weitere Vorschriften treten bis Ende 2030 nach und nach in Kraft. In unserer zusätzlichen Zusammenfassung des EU AI Acts finden sie alle Inhalte im Detail.

  • Zentrale Vorgabe: KI-Systeme werden in Risikoklassen eingeteilt (geringes, begrenztes, hohes, inakzeptables Risiko).
  • Besonders relevant für Unternehmen mit KI-Systemen, die personenbezogene oder sensible Daten verarbeiten, in kritischen Bereichen eingesetzt werden oder unmittelbare Auswirkungen auf Rechte und Freiheiten von Personen haben.
  • Die Pflichten sind abhängig von der Einstufung in Risikoklassen.
  • Verbotene Praktiken: manipulative oder täuschende KI-Techniken, Social Scoring, biometrische Echtzeit-Überwachung ohne Rechtsgrundlage.
  • Anforderungen an Hochrisiko-Systeme:
    • Strenge Dokumentations- und Transparenzpflichten
    • Risikomanagement und laufendes Monitoring
    • Nachvollziehbarkeit und menschliche Aufsicht
  • Allgemeine Transparenz- und Offenlegungspflichten und freiwillige Verhaltenskodizes: Nutzer müssen erkennen können, wenn sie mit KI interagieren und wie diese trainiert wurde.
  • Alle Details zu den einhergehenden Pflichten finden Sie in unserem Blogartikel über die Risikoklassen des EU AI Acts.
  • Unternehmen müssen frühzeitig klären, in welche Kategorie das KI-System fällt oder ob dieses gegebenenfalls ganz verboten ist.
  • Hoher Aufwand für Dokumentation, Testverfahren und laufende Prüfungen.
  • Gefahr von Wettbewerbsnachteilen, wenn Unternehmen Vorgaben nicht rechtzeitig umsetzen.
  • Frühzeitig eine Risikoklassifizierung aller eingesetzten KI-Systeme vornehmen.
  • Interne Compliance-Prozesse anpassen (z. B. Konformitätsbewertung, Dokumentationspflichten).
  • Transparenzmaßnahmen einführen: klare Hinweise für Nutzer, wenn KI zum Einsatz kommt.
  • Laufendes Monitoring etablieren z.B. mit passenden Tools, um neue regulatorische Updates bis 2030 einzuhalten .

Ihr Ansprechpartner für KI Compliance

Michael
Schobel-Thoma

Manager und Experte für KI Compliance

Risiken & Gefahren von KI in Unternehmen

Die Risiken und Gefahren von KI lassen sich in unterschiedliche Kategorien einordnen. Viele davon finden sich in den Risikoklassen des EU AI Acts wieder, der genau regelt, welche Anwendungen verboten, hochriskant oder mit besonderen Transparenzpflichten belegt sind. Für Unternehmen bedeutet das: Ein klarer Blick auf mögliche Problemfelder ist unverzichtbar, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu treffen.
  • Subliminale oder manipulative Techniken, die das Verhalten von Nutzern beeinflussen.
  • Social Scoring – also die Bewertung von Personen auf Basis ihres Verhaltens oder persönlicher Merkmale.
  • Echtzeit-Biometrie in öffentlichen Räumen (z. B. Gesichtserkennung), außer in engen Ausnahmen. Diese umfassen beispielsweise die Nutzung der Systeme durch Strafverfolgungsbehörden zur Suche nach vermissten Personen, Straftätern mit erhöhten Risikopotenzial oder zur Abwehr akuter Bedrohungen der Sicherheit. 
  • KI-Systeme in kritischen Bereichen wie Gesundheitswesen, Verkehr, Bildung oder Strafjustiz.
  • Anwendungen in der Migrations- und Grenzkontrolle.
  • Chatbots oder KI-Systeme, die Menschen direkt beeinflussen können.
  • Algorithmische Verzerrungen (Bias) durch fehlerhafte oder einseitige Trainingsdaten.
  • Missbrauch oder unsaubere Verwendung von Daten (DSGVO, Urheberrecht).
  • Fehlerhafte Validierung, Training oder Modellierung von KI-Systemen.
  • Black-Box-Charakter: Fehlende Erklärbarkeit und Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen.
  • Unzuverlässigkeit im praktischen Einsatz, z. B. durch fehlerhafte Ergebnisse oder schlechte Datenbasis.
  • Mangelndes Monitoring oder fehlende Qualitätskontrollen.
  • Verletzung von Gesetzen oder Vorschriften durch schlecht gesicherte Systeme.
  • Cybersecurity: Angriffe auf KI-Systeme (z. B. Datenvergiftung oder Manipulation von Trainingsdaten).
  • Lock-in-Effekte und Abhängigkeit von Anbietern, wenn Unternehmen stark von externen KI-Plattformen abhängig werden.
  • Diskriminierung einzelner Gruppen durch algorithmische Verzerrungen.
  • Fehlende Fairness bei Entscheidungen, etwa in HR, Kreditvergabe oder Justiz.
  • Vertrauensverlust in Unternehmen oder Institutionen durch intransparente KI-Nutzung.

Wer ist von KI-Compliance besonders betroffen?

KI-Compliance betrifft grundsätzlich alle Unternehmen und Organisationen, die KI einsetzen. Besonders stark im Fokus stehen jedoch Branchen und Bereiche, in denen Entscheidungen direkten Einfluss auf Menschen, ihre Rechte oder ihre Sicherheit haben:
HR & Recruiting
Einsatz von KI bei Bewerbungsverfahren oder Mitarbeiterbewertung kann arbeitsrechtliche und diskriminierungsrelevante Risiken bergen.
Öffentliche Verwaltung
Automatisierte Entscheidungsverfahren müssen transparent sowie rechtssicher gestaltet sein.
Gesundheits­wesen
KI-Systeme für Diagnosen, Therapien oder Patientenmanagement fallen häufig in die Kategorie Hochrisiko und unterliegen strengen Vorgaben.
Finanzwesen & Versicherungen
Kreditvergabe, Risikoprüfungen oder automatisierte Policen-Entscheidungen können zu Diskriminierung oder unfairer Behandlung führen.
Bildung
Prüfungen, Leistungsbewertungen oder Zulassungsverfahren mit KI müssen fair und nachvollziehbar bleiben.
Automotive
Autonomes Fahren und Verkehrsmanagementsysteme stellen hohe Anforderungen an Sicherheit und Haftung.
Justiz & Strafverfolgung
Predictive Policing, Risikobewertungen oder biometrische Verfahren sind besonders sensibel.

Unser Lösungsansatz von Ventum Consulting

KI-Compliance ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Damit Unternehmen die Chancen von Künstlicher Intelligenz nutzen können, ohne rechtliche Risiken einzugehen, setzen wir auf einen ganzheitlichen Ansatz. Ein zentraler Bestandteil dabei ist die richtige Datenstrategie: Mit klarer Data Governance lässt sich steuern, welche Daten in KI-Systeme einfließen und wie sie verarbeitet werden. So können Unternehmen nicht nur DSGVO-Vorgaben einhalten, sondern auch Transparenz und Kontrolle über ihre KI-Anwendungen gewinnen.

Warum ist dafür externe Unterstützung notwendig? Regulierungen sind komplex, oft fehlen interne Erfahrungswerte und Ressourcen sind begrenzt. Unternehmen können die Anforderungen deshalb kaum allein erfüllen.

Als erfahrene KI-Beratung ist es unser Ziel, Sicherheit zu schaffen und gleichzeitig Innovation zu ermöglichen – nicht Innovation zu blockieren.

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