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Risikobasierte Verifikations- und Validierungsstrategie mit Release-Steuerung für höhere Qualität, stabile Releases und mehr Planungssicherheit (V&V)

Branche: Automotive |  Zeitraum: 5 Monate | Teamgröße: 1 Berater

Wenn Verifikations- und Validierungsaktivitäten kurz vor dem Release noch unvollständig sind, Änderungen zu spät geprüft werden und Testumfang, Teststufen sowie Verantwortlichkeiten nicht abgestimmt sind, steigt das Risiko für Qualitätsprobleme und unsichere Release-Entscheidungen. Genau diese Situation bestand in einem komplexen Automotive-Entwicklungsprogramm mit zahlreichen vernetzten Komponenten und hoher Kundenrelevanz. Durch die Einführung einer risikobasierten Verifikations- und Validierungsstrategie mit klarer Release-Steuerung wurde V&V (Verification and Validation) enger mit Entwicklung, System und Software verzahnt. Dadurch entstanden mehr Transparenz, belastbarere Entscheidungen und eine nachhaltige Stabilisierung der Verifikations- und Validierungsaktivitäten.

Autor

Hajo Börste

Partner

Top Consultant Award
Zufriedene Kunden aus Mittelstand und Konzernen

Challenge: Fehlende risikobasierte Steuerung führte zu wiederkehrenden Defekten, Eskalationen und einer sinkenden Planbarkeit von Releases und Kundenterminen.

  • Zu späte und unvollständige Verifikation und Validierung: Testaktivitäten waren selbst kurz vor wichtigen Release‑Meilensteinen noch unvollständig. Änderungen wurden zu spät getestet und Teststufen, Zeitpunkte sowie Testumfänge waren nicht durchgängig aufeinander abgestimmt.
  • Release‑Entscheidungen ohne einheitliche Kriterien: Es fehlten klar definierte und durchgängig angewendete Release‑Kriterien. Dadurch war nur eingeschränkt transparent, ob Änderungen vollständig getestet und kritische Qualitätsrisiken ausreichend abgesichert waren.
  • Kritische Defekte beim Kunden: Die unzureichend abgestimmten Testaktivitäten führten dazu, dass kritische Defekte nicht rechtzeitig intern erkannt wurden. Dadurch stieg die Zahl der Defekte, die erst beim Kunden entdeckt wurden.
  • Wachsende Liefer- und Kundenrisiken: Das Projekt befand sich zunehmend in einem reaktiven Arbeitsmodus. Der Lieferdruck stieg, die Planbarkeit nahm ab und die Unzufriedenheit des Kunden wuchs.
  • Fragmentierte Zusammenarbeit und begrenzte Transparenz: Prioritäten, Verantwortlichkeiten, Zeitpläne und Testfortschritte waren über System, Software, Testmanagement und Testteams hinweg weder durchgängig abgestimmt noch ausreichend transparent.

Success Journey: In drei Schritten zur risikobasierten V&V-Strategie und klaren Release-Steuerung

01

Testumfang priorisieren und Risiken transparent machen
Gemeinsam mit Systemingenieuren und Testverantwortlichen wurden Testfälle anhand der tatsächlichen Projekt‑ und Release‑Risiken priorisiert. Darauf aufbauend entstand eine strukturierte, risikobasierte Regressionsstrategie, die Anforderungen, Testumfang und Release‑Prioritäten miteinander verband.

02

V&V integrieren und Teams ausrichten
System, Software, Testmanagement und Testteams wurden auf gemeinsame Prioritäten, Verantwortlichkeiten und Zeitpläne ausgerichtet. Die international verteilten Testteams etablierten neue Scrum‑basierte Workflows und richteten ihre Arbeitsweise auf ein agileres Betriebsmodell aus. Parallel wurden die HiL‑Nutzung, die Testautomatisierung, Unit‑Tests und die Integration von Tests in CI‑Pipelines gestärkt.

03

Release‑Entscheidungen datenbasiert treffen und Prozesse festigen
Klare Release‑Kriterien stellten sicher, dass Software nur ausgeliefert wurde, wenn die Änderungen gemäß den festgelegten Kriterien getestet waren und keine bekannten kritischen Defekte vorlagen. Ein gemeinsames Jira‑basiertes System ermöglichte die durchgängige Nachverfolgung der V&V‑Aktivitäten. Durch die zusätzliche produktnahe Validierung konnten kritische Endkundenszenarien frühzeitig unter realen Einsatzbedingungen geprüft werden.

Impact At Launch: Stabilität und Steuerbarkeit durch eine risikobasierte Verifikations- und Validierungsstrategie mit klarer Release-Steuerung

Zusammenfassung: Risikobasierte Verifikations- und Validierungsstrategie mit klarer Release-Steuerung als Erfolgsfaktor

Eine risikobasierte Verifikations- und Validierungsstrategie mit klarer Release-Steuerung ist für Unternehmen ein entscheidender Hebel, um komplexe Entwicklungsprogramme, Produkte und Prozesse sicher und planbar zu steuern. Durch die Integration von V&V (Verification and Validation) sowie durch klar definierte Verantwortlichkeiten, abgestimmte Release-Kriterien und datenbasierte Entscheidungen werden Qualitätsrisiken früher sichtbar und kritische Defekte gezielter vermieden. Das Ergebnis sind stabilere Releases, weniger Eskalationen, eine höhere Planungssicherheit und belastbarere Zusagen gegenüber Management und Kunden.
Im konkreten Projekt wurden die Verifikations- und Validierungsaktivitäten innerhalb von rund fünf Monaten nachhaltig stabilisiert und die Zahl kritischer Defekte beim Kunden signifikant reduziert. So trägt die Verbindung aus risikobasierter V&V-Strategie und klarer Release-Steuerung dazu bei, Qualitätskosten zu senken, Entwicklungsprogramme zu stabilisieren und langfristig das Vertrauen der Kunden zu stärken.

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