Der Virus ein Game Changer – Covid-19 wird zum Lackmustest der Digitalisierung.

Flexible Arbeit, alles elektronisch. Nicht mehr Wahlmöglichkeit, sondern Pflicht. Viele Selbstverständlichkeiten sind plötzlich Vergangenheit: Büro, fester Arbeitsplatz, bewährte Dienstleistungsketten. Von einem Tag auf den anderen mussten wir uns alle umstellen. Nur übergangsweise, oder auf eine neue Normalität?

Plötzlich ist alles anders. Homeoffice wird der neue Standard, wenn Millionen von Arbeitnehmern zuhause bleiben müssen. Jede Branche, jedes Produkt und Service steht nun mit seinem Digitalisierungsgrad auf dem Prüfstand. Jede Lieferkette hat zu beweisen, wie stabil und gleichzeitig flexibel sie ist.

Wie das trotz nie dagewesener Krise geht? Schauen wir dazu einmal auf die digitalen Geschäftsprozesse und IT Services der Unternehmen, deren Business trotz Corona Krise, oder gerade deswegen, eine Hochkonjunktur erlebt.

Streaming Dienste als Blaupause für die Warenwelt.

Vollblut-Logistiker fühlen sich jetzt wahrscheinlich wie im 7. Himmel angesichts der anstehenden Herausforderungen: „Wie kann eine Welt, die sich an Just-in-Time und Just-in-Sequence gewöhnt hat, auch dann noch funktionieren, wenn Lieferketten unterbrochen oder komplett zusammengebrochen sind und vereinbarte Logistikprozesse nicht mehr bedient werden?“

Hier lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen digitaler Logistikketten. Branchenriesen wie Amazon, Facebook, Google oder Microsoft mit ihren jeweiligen Tochterunternehmen sind DIE Broker von Content und Traffic mit Zettabytes an Daten. Dass sich gestreamte Serie aus den USA weltweit ebenso schnell laden lassen wie auf dem Heimatmarkt, ist das Ergebnis ausgetüftelter Content-Delivery-Networks (CDNs). Sie sind der zeitgemäße Gipfel an Skalierbarkeit, Flexibilität und Kundenanpassungen in oder nahezu in Echtzeit. Die Anbieter darüber gelieferter Services haben ein eigenes Interesse, sich stets auf den nächsten Level zu bringen: Absprungraten und Conversion-Optimierung, Checkout-Experience und Frictionless Payment sind Disziplinen, bei denen wenige Sekunden über eine positive oder negative Customer Experience entscheiden.

In der Welt jenseits der Streaming-Dienste sind wir längst noch nicht so weit. Viele, zugegebenermaßen physikalische und damit nicht so leicht skalierbare Services werden schlicht nach Best-Effort erbracht. Das gilt für einfache Beispiele des Alltags wie Paketzustellung, Lebensmittellieferungen, Kontoeröffnungen oder Zahlungsvorgänge. Gerade mal schnell genug, das scheint irgendwie zu reichen. In Zeiten, in denen Lastspitzen im Stundentakt wachsen können, offenbart sich dabei schnell das Problem: Systeme, die immer an ihrem kapazitativen Maximum betrieben wurden, skalieren nicht. Ganz gleich ob digital oder - wie in den genannten Beispielen - noch stark analog ausgeprägt.

Transparenz und Widerstandskraft (Resilience)

Im Zuge der Corona Krise entsteht eine unliebsame, teils schmerzhafte Transparenz. Vom grundlegenden Mangel der Digitalisierung (unser deutsches Schulsystem ist hier leider ein Paradebeispiel), der Absicherung businesskritischer Prozesse bspw. durch Zweitanbieter oder ausreichenden Voraussetzungen für eine leistungsfähige und sichere Arbeit aus dem Homeoffice – und das für zigtausende von Mitarbeitern. Selbst wenn ausreichend Hardware in Form von Laptops und Mobiltelefonen vorhanden ist, mangelt es oft an den entsprechenden Kapazitäten bei VPN und Endpoint-Security. Logistisch und budgettechnisch war wohl kaum eine IT-Abteilung darauf vorbereitet, mal eben innerhalb einer Woche einen fünfstelligen Ansturm neuer VPN-User für Remote-Arbeit anzulegen, freizuschalten oder zumindest zu befähigen.

Business Resilience steht von daher ebenso hoch im Kurs. Wer sich schon früh mit verschiedenen Geschäftsszenarien auf Naturkatastrophen, Pandemien und Wirtschaftskrisen vorbereitet hat, hat es nun zumindest leichter, auf solche Situationen zu reagieren wie wenn erst mühsam und mit heißer Nadel gestrickte Notfallpläne erstellt werden müssen.

Redundanz, Verfügbarkeit, Multi-Supplier Strategien und das Durchspielen von Desaster-Szenarien kosteten bisher vor allem Geld, was dann gerne auch mal ins nächste Jahre geschoben wurde oder ins übernächste etc. Aktuell kämpfen viele Unternehmen, wenn nicht um ihre Existenz, zumindest um den Erhalt der Firma und ihrer Arbeitskräfte in einem tragfähigen Rahmen. An dieser Stelle kann man das Konzept der Content Delivery Networks wieder aufgreifen.

Einige Paket-Lieferservices bzw. große E-Commerce-Anbieter zeigen bereits, wie sich die Ansätze der CDNs auf die analoge Welt übertragen lassen. Mit optimal verteilten Fulfillment-Centern, Automatisierung der physischen Prozesse und Rahmenverträgen mit mehreren Distributoren werden Risiken verteilt und die Skalierung bereits in „normalen“ Zeiten sichergestellt. Service Delivery 4.0 geht eben nur per Service Delivery Network.

Ein wie bisher geht nach Corona nicht mehr!

Was die aktuelle und sicherlich noch länger andauernde Corona Krise unmissverständlich zeigt, ist der Reality-Check für alle, die den Begriff „Digitale Transformation“ noch immer nicht als grundlegende Herausforderung ihres bisherigen Geschäftsmodells sehen. Wir sind bereits auf dem Weg und es gibt kein Zurück mehr. Pandemien von den Ausmaßen einer Covid-19 Krise stellen alle Prozesse, die sich in „romantischer“ Betrachtung bisheriger Büroarbeit bequem gemacht und nach 2020 gerettet haben, auf den Prüfstand. Ortsabhängigkeit, Analog, Single-Source, Skalierung – all das sind Faktoren, die sich mit modernen Ansätzen wie bspw. Service-Brokerage, Multi-Sourcing und flexiblen Vendor-Strategien lösen lassen – jetzt und für die Zukunft.

Die Standards sind klar: Digitaler Arbeitsplatz für alle. Bring-your-own-Device. Secure Endpoints. Hardwareunabhängige VPN Lösungen. Tokenless Authentication. Zero-Trust Security und Hybrid-Cloud. Jedes Unternehmen hat nun den goldenen Use-Case, um all das abzulösen, was mit einem echten Game-Changer-Szenario nicht kompatibel ist.

Und das Beste daran: Es ist „ALTERNATIVLOS“

Wir bei Ventum Consulting kennen die dynamische Welt von heute und die Herausforderungen, die unsere Kunden Tag für Tag zu meistern haben. Unsere Experten haben über viele Jahre bereichs- und branchenübergreifende Insights gesammelt und können diese auch unter schwierigen Bedingungen auf individuelle Kundenbedürfnisse anpassen und nutzbringend einsetzen.

Ganz gleich ob Challenger-Bank, Mobility-Anbieter, Ministerien- und Behörden oder doch eher Versicherung, Logistik und Manufacturing. Unsere eingespielten Teams sehen sich am liebsten dort, wo es die größten Herausforderungen zu bewältigen gibt. Erzählen Sie uns von Ihren!

Kontakt

Philipp Karner

T. +49 89 122219642
philipp.karner@ventum.de

Philipp Schneidenbach

T. +49 89 122219642
philipp.schneidenbach@ventum.de

Zum Weiterlesen